Let's do some Yoga!

Yoga: So findest du den richtigen Einstieg – ein Interview mit YogiInside

Let's do some Yoga!

Schon lange wollen wir regelmäßig Yoga betreiben, haben allerdings immer noch keinen richtigen Einstieg gefunden. Zwar haben wir DVD’s wie Yoga Everyday von Ursula Karven* und Ralf Bauer’s Lu Jong* (sehr zu empfehlen!) zuhause mit denen die Übungen Spaß machen, trotzdem fehlt uns noch das i-Tüpfelchen für den richtigen Einstieg. Auch an dem ein oder anderen Yoga-Kurs haben wir schon teilgenommen. Bisher hat sich jedoch keine Praxis bei uns verfestigt. Weil wir Yoga unbedingt regelmäßiger praktizieren wollen, haben wir ein Interview mit Corinna von YogiInside geführt, in dem wir einem richtigen Yogalehrer all unsere Fragen stellen konnten, die uns nun den Einstieg hoffentlich erleichtern.

Zunächst eine Verständnisfrage: Was sind Asanas? Überall liest man davon wie man seine Asanas richtig macht. Google hat schon so viel verraten: Es sind Yogahaltungen. Ist das so einfach beantwortet oder gibt es dazu noch mehr zu sagen?

Ja da hat Google schon recht mit den Yogahaltungen. Asanas sind die verschiedenen Übungen, Körperpositionen im Yoga. Da Yoga ja aus Indien stammt, sind die Fachbegriffe in Sanskrit, eine alte indische Sprache. Asana bedeutet somit übersetzt ‘Haltung’ oder ‘Position’.

Welche verschiedenen Yoga-Richtungen gibt es?

Ich würde sagen es gibt ungefähr so viele Yogarichtungen wie es Yogalehrer gibt. Denn jeder Yogalehrer hat seine eigene Art, Yoga an die Schüler weiterzugeben. Das ist sozusagen eine ganz individuelle und persönliche Sache. Deshalb spricht auch jeder Yogalehrer andere Schüler an. Zudem sind in den letzten Jahren sehr viele neue Yogarichtungen entstanden, aber ursprünglich basiert das ganze körperliche Yoga auf dem Hatha Yoga.

Im Hatha Yoga werden verschiedene Asanas mehrere Atemzüge lang gehalten und sinnvoll miteinander kombiniert. Daraus sind dann viele verschiedene Richtungen entstanden, wie zum Beispiel

  • Ashtanga Yoga, ein sehr dynamischer und kraftvoller Yogastil
  • Vinyasa Yoga, auch Flow Yoga genannt
  • Yin Yoga, ein sehr ruhiges passives Yoga
  • Iyengar Yoga, Yoga das sehr auf die Ausrichtung orientiert ist und die Übungen bis zu 30 Minuten gehalten werden
  • Hot/Bikram Yoga, Yoga das bei einer Raumtemperatur von ca. 40 Grad praktiziert wird.

Wie finde ich heraus, welche Yoga-Art am besten zu mir passt?

Vor allem als Yoga Anfänger würde ich mit dem klassischem Hatha Yoga beginnen, um ein Gefühl für Yoga zu entwickeln. So kannst du auch herausfinden, was die Grundsätze des Yoga überhaupt sind und ob Yoga zu dir passt. Dadurch erkennst du auch recht schnell, wie dir Yoga gefällt und wie es auf deinen Körper und Geist wirkt.

Mit Hatha Yoga kannst du in Ruhe die verschiedenen Übungen (Asanas) kennenlernen. Natürlich ist vieles auch von deiner körperlichen Verfassung und deiner Motivation bzw. Erwartung vom Yoga abhängig.

Ruhigere Yogastile wie Yin Yoga oder restoratives Yoga sind auch für Yoga Anfänger gut geeignet, wobei Ashtanga und Vinyasa Yoga etwas für fitte und eher fortgeschrittenere Yogis ist. Sonst gilt allgemein einfach ausprobieren – verschiedene Yogalehrer sowie auch Yogastile.

Am besten vor einer Yogastunde bei einem neuen Lehrer kurz das Gespräch suchen und dem Lehrer erzählen, wenn du irgendwelche körperlichen Einschränkungen oder Probleme hast und auf jeden Fall erwähnen, wenn du noch nie zuvor Yoga gemacht hast.

Denn so kann der Yogalehrer ganz persönlich während der Stunde auf dich eingehen und dir Hilfestellungen geben.

Wie steige ich nun als absoluter Anfänger ein? Womit sollte ich beginnen?

Es gibt verschiedene Wege, als Yoga Anfänger einzusteigen. Es gibt zahlreiche DVDs und Online Yogakurse, die du von Zuhause aus machen kannst. Aber meiner Meinung nach ersetzt das niemals eine echte Yogastunde. Selbst wenn die Übungen auf der DVD noch so detailliert erklärt sind, sind individuelle Adjustierungen und Tipps von einem qualifiziertem Yogalehrer unumgänglich.

Ich finde es gerade für Yoga Anfänger sehr wichtig einen Yogakurs zu besuchen.

Denn nicht für jeden Körper ist jede Übung geeignet. Das kann einfach am Körperbau liegen oder aus vergangenen Verletzungen stammen. Da kann es dann nämlich richtig gefährlich werden, denn so entstehen Verletzungen im Yoga. Wenn man dann die Grundlagen vom Yoga und den Asanas kennt, kann man beginnen selbst Zuhause zu üben, aber davor ist es nicht empfehlenswert.

Hast du eine Empfehlung wie oft wir Yoga machen sollten, um eine gute Regelmäßigkeit zu bekommen?

Für absolute Yoga Einsteiger ist es gut, generell mal eine Regelmäßigkeit in die Yogapraxis zu bringen, zum Beispiel durch einen Yogakurs, der ein Mal pro Woche stattfindet. Wenn man sich allmählich steigern möchte, kann man auf zwei Yogaeinheiten pro Woche erhöhen. Und dann sogar beginnen Zuhause etwas Yoga zu praktizieren. Aber da ist auch wieder jede Person anders. Manche mögen nur Yogakurse besuchen, andere probieren auch gerne Zuhause die Asanas aus.

Finde heraus, was sich für dich gut und richtig anfühlt, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Ganz wichtig: Wie atme ich richtig während meiner Yogapraxis?

Es gibt verschiedene Atemtechniken im Yoga, die aber meistens erst später, in fortgeschritteneren Yogastunden unterrichtet werden. Für den Anfang ist es erstmal wichtig durch die Nase ein- und auszuatmen. Wenn dir das gut gelingt, verbinde deine Atmung mit der Bewegung. Meistens wird mit der Einatmung der Körper aufgerichtet und die Wirbelsäule verlängert – Raum im Körper kreiert. Mit der Ausatmung werden Asanas vertieft und der Körper Richtung Boden gesenkt.

Ich habe häufig Nackenprobleme, hast du eine Empfehlung für mich, welche Übung besonders gut ist, um die Nackenmuskulatur zu stärken?

Nackenprobleme können natürlich verschiedene Ursachen haben und sollten auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden. Aber eine gute Übung um die Nackenmuskulatur zu stärken ist folgende:

Setze dich aufrecht, mit gerader Wirbelsäule hin. Verschränke deine Finger ineinander und bringe dann deine Handflächen zur Stirn. Die Ellenbogen zeigen nach außen und deine Schultern sind entspannt. Drücke sanft deine Handflächen gegen deine Stirn und die Stirn gegen die Handflächen. Halte die Spannung für 2 bis 3 Sekunden und lass den Druck auf die Stirn nach. Wiederhole dieses Pressen gegen die Stirn ca. 10 Mal. Vergiss dabei nicht, deinen Kiefer zu entspannen.

Diese Übung kannst du ganz einfach in deinen Alltag einbauen und auch mehrmals üben.

Gibt es eine Yogaübung die man gut in seinen Alltag integrieren kann, z.B. wenn man am Schreibtisch sitzt?

Ja dazu gibt es eine Menge wirkungsvolle und einfache Übungen. Ich habe gerade erst vor kurzer Zeit einen Beitrag dazu auf meinem Blog veröffentlicht, Yoga am Schreibtisch heißt er.

Gerne erkläre ich hier noch die ein oder andere Übung, die du ganz einfach am Schreibtisch ausüben kannst.

Yogaübung: Streck und reck dich!

Setz dich an die vordere Kante deines Bürosessels und stell die Füße hüftbreit auf dem Boden ab. Bring deine Arme über den Kopf und verschränke deine Finger. Die Handflächen zeigen zur Decke. Ziehe deine Schulterblätter nach unten – schaffe Raum zwischen Ohren und Schultern. Ziehe deinen Bauchnabel leicht ein und streck dich lang nach oben.

Beuge dich gerne noch zur linken und rechten Seite um deine Flanken zu dehnen und deinen Körper aufzuwecken – bring Bewegung in deinen Körper.

Yoga Einstieg 1

 

Yoga Einstieg 2

Yogaübung: Drehung im Sitzen

Richte zuerst deinen Oberkörper, deine Wirbelsäule auf, als ob dich jemand am Scheitel nach oben ziehen würde und ziehe deinen Bauchnabel sanft ein. Atme ein und mit der Ausatmung drehe deinen Brustkorb und deinen Kopf zur rechten Seite. Du kannst mit deiner linken Hand an dein rechtes Knie oder deinen rechten Oberschenkel fassen und dich so weiter in die Drehung schieben. Aber sei sanft zu dir selbst und hör auf, wenn es zu schmerzen beginnt. Achte darauf, dass dein Kinn leicht nach unten gesenkt ist.

Bleib ein paar Atemzüge in der Drehung auf der rechten Seite und komm dann mit der Einatmung wieder zur Mitte. Drehe mit der Ausatmung nach Links und schieb deine rechte Hand wieder gegen das linke Knie. Wichtig ist, dass deine Wirbelsäule absolut gerade nach oben ist. Ein eingezogener Bauchnabel hilft dir dabei.

Yoga Einstieg 3

 

Danke liebe Corinna für die geduldige Beantwortung all unserer Einsteigerfragen. 🙂 Wer mehr von Corinna lesen möchten, besucht sie am besten auf ihrem Blog YogiInside.

 

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