Saftfasten

Saftfasten – Ein Erfahrungsbericht

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Heute geht es richtig los: Wir fasten!

Saftfasten

Bereits vor zwei Wochen haben wir in einem ausführlichen Artikel beschrieben, was es mit dem Fasten auf sich hat, warum wir uns für das Saftfasten mit dem Fastenkasten von Voelkel entschieden haben und wie wir die Durchführung planen. Noch sind wir jungfräulich, was das Thema fasten angeht, weshalb wir klein starten: Ein Vorbereitungstag plus drei Fastentage. Den Vorbereitungstag haben wir bereits hinter uns. Darüber berichten wir im nächsten Absatz. Jeden Tag kommen in diesem Beitrag unsere Erfahrungen des jeweiligen Fastentages hinzu.

Vorbereitungstag

Kartoffeln und Tomaten

Der Vorbereitungstag hat sich zumindest für einen von uns schon nach Fasten angefühlt. Trotz 1,5 kg Kartoffeln mit etwas Gemüse und Kräutern, habe ich (Julia) häufig das Gefühl von einem riesigen Loch im Bauch gehabt.

Morgens gab es bei uns Pellkartoffeln mit Petersilie und etwas veganer Margarine. Wie wir später feststellten, war diese salzhaltig, weshalb wir den restlichen Tag auf sie verzichtet haben.

Mittags (was in Spanien und somit auch bei uns eher zur deutschen Kaffeetrinkenszeit serviert wird) gab es dann Kartoffelbrei mit etwas Omega-3-Öl und Petersilie, dazu gedünstete Tomaten, die wir mit Kurkuma, Ingwer, Pfeffer und ebenfalls Petersilie angereicht haben. Wir haben hier insbesondere gemerkt wie sehr uns das Salz fehlt. Salz hemmt den Reinigungsprozess beim Fasten, weshalb wir darauf verzichten.

Abends haben wir Kartoffelecken mit ausreichend Gewürzen im Ofen zubereitet. Das dauert so unfassbar viel länger, wenn sie nicht gesalzen sind. Dazu gab es drei ebenfalls im Ofen gebackene Möhrchen. Zu unserem Erstaunen war das sogar ganz lecker.

Das Schlimmste waren eigentlich die kleinen Dinge zwischendurch, die weggefallen sind. Ich esse zwar nicht so viel Zwischendurch, aber hin und wieder doch mal einen Dattelriegel oder ein paar Happen des Restes vom Mittagessen. Das ist mir also bereits am ersten Tag sehr aufgefallen. Zum Glück hatten wir noch zwei Pellkartoffeln vom Morgen übrig, die wir uns dann genüsslich gegen 18.30 Uhr gegönnt haben. 😀

Nun starten wir mit einer Tasse Fastentee in den ersten Fastentag und stimmen uns mit Meditation und Yoga auf ein gutes Mindset ein, denn das werden wir beim Saftfasten definitiv brauchen. 🙂

Balance

Saftfasten Tag 1

Am 21. Februar legten wir mit dem Saftfasten los. Zunächst haben wir eine Tasse Fastentee von Lebensbaum getrunken, welcher im Fastenkasten von Voelkel dabei war. Der Tee ist sehr lecker, wärmt von innen und machte sogar ein bisschen satt.

Im Anschluss haben wir zusammen meditiert (eine wunderbare Chakren-Meditation aus der RUSU von Laura Seiler) und so das richtige Fasten-Mindset bekommen.

Den ersten Saft haben wir recht spät getrunken, da es uns beiden leichter fällt morgens länger mit dem Frühstücken zu warten als abends mit knurrendem Magen ins Bett zu gehen. Als ersten Saft haben wir gegen 13.30 Uhr Gemüsemost von Voelkel „gegessen“. Es hilft unglaublich zu denken, man isst den Saft anstatt ihn „nur“ zu trinken. Wir haben ihn warm gemacht, mit etwas Kurkuma und Pfeffer verfeinert und recht langsam gegessen. Danach fühlten wir uns sogar recht satt.

Danach haben wir ein wenig gelesen und sind für einen Spaziergang in unseren Lieblings-Pinienwald gefahren, wo wir ein paar Fotos gemacht haben, die wir gern mit euch teilen:

Da wir wissen, dass das Wetter in Deutschland schwer zu ertragen ist, haben wir ein kleines Foto vom blauen Himmel über Spanien für euch gemacht:

Blauer Himmel

Nach dem Spaziergang haben wir die Gemüsekomposition ebenfalls warm und mit Pfeffer abgeschmeckt „gegessen“. Dieser Saft ist bisher unser Favorit. Er schmeckt ein bisschen wie Arrabiata-Sauce, da er mit Paprikamark, Zwiebelsaft und Kräutermeersalz (enthält z.B. Thymian und Basilikum) verfeinert ist.

Danach haben wir ein bisschen gearbeitet und im Anschluss „Europa“ vom Kosmos-Verlag gespielt. Danach waren wir recht schnell müde und haben uns trotz Medienfasten ein paar Folgen unserer momentanen Serie gegönnt. Zum Abendessen gab es dann Möhrensaft. Raphaël hat ihn diesmal kalt getrunken und Julia hat ihn wieder warm mit Kurkuma und Pfeffer verfeinert zu sich genommen. Kalt und ohne Gewürze schmeckt er deutlich besser.

Wichtig ist, die ganze Zeit ausreichend zu trinken (mindestens 2 Liter Wasser).

Julias persönlicher Erfahrungsbericht vom 1. Fastentag

Yoga

Ich war anfangs recht besorgt, da ich bereits nach wenigen Stunden ohne Nahrung ein richtiges Loch in meinem Bauch spüre und mir sogar öfter mal schwindelig wird. Tatsächlich kann ich inzwischen sagen, dass es mir am Vorbereitungstag schlechter ging als am ersten Fastentag. Durch die Meditation und die guten Yogaübungen, die in der Saftfasten-Broschüe von Voelkel zu finden sind, bin ich in ein sehr gutes Mindset gekommen. Ich habe mir außerdem über den Tag verteilt immer mal wieder Affirmationen wie „Das Fasten tut mir gut“ vorgesagt. Zum Unterstützen meines Körpers und dem Entgegenwirken von Übelkeit, nehme ich außerdem Globuli: 3×5 Nux Vomica D6.

Zu den Säften: Mein Favorit von Tag 1 ist eindeutig die Gemüsekomposition und ich überlege schon weise, wann wir sie ein zweites Mal essen sollten (jeder Saft kommt in den drei Tagen zwei mal vor). Gemüsemost hat mir persönlich einen zu hohen Sellerie-Anteil und den Möhrensaft würde ich beim nächsten Mal eher kalt genießen.

Insgesamt habe ich mich am ersten Tag ganz gut gefühlt, wenn auch ein wenig vernebelt. Die Tage fühlen sich deutlich länger an.

Es gab ein paar kleine Outtakes: Aus Gewohnheit stand ich mal vorm offenen Kühlschrank und habe mich dann gefragt, was ich hier gerade will. Später, als ich unsere Katzen gefüttert habe, blieb etwas Flüssigkeit vom Futter an meinen Fingern haften und ich war kurz versucht, sie abzulecken. ;D Heute Nacht habe ich geträumt, dass eine unserer Katzen unbedingt den Rote-Beete-Saft probieren möchte.

Raphaëls persönlicher Erfahrungsbericht vom 1. Fastentag

Der Vorbereitungstag hat sich für mich nun noch nicht nach fasten angefühlt, da 1,5 kg Kartoffeln auf den Tag verteilt bei mir durchaus ein Sättigungsgefühl nach sich ziehen. Natürlich hat mir das Salz gefehlt, aber einen Tag ungesalzen essen ist absolut aushaltbar. Mein einziges „Symptom“ waren sporadische, leichte Kopfschmerzen.

Dann kam also der erste Fastentag. Ich habe ja für mich längst die Erfahrung gemacht, dass ich dem Hungergefühl sehr leicht entgegenwirken kann, indem ich – so unromantisch es klingt – aufstoße. Da ich schon als 10-Jähriger gelernt habe, auf Kommando aufzustoßen, bin ich relativ guter Dinge an den ersten Fastentag herangegangen.

Ich beschäftigte mich also mit Mathe lernen, Ukulele zocken und einem Waldspaziergang mit Julia, um dem Hungergefühl gar keinen Raum in meinem Bewusstsein zu lassen.

Und tatsächlich war es bis etwa 19:00 absolut kein Problem. Wenn das Hungergefühl kam, habe ich entweder meine „Technik“ angewandt oder eine der drei „Mahlzeiten“ zu mir genommen, die tatsächlich den Hunger für eine Weile stillen, trotz ihrer rein flüssigen Natur.

Gegen Abend wurde es dann allerdings schwieriger, das Hungergefühl in den Griff zu bekommen. Trotz Medienfastens entschlossen wir uns, unsere Serie weiterzuschauen, um uns abzulenken, was bis auf die wenigen Essens-Szenen auch gut geklappt hat.

Das Einschlafen war dann noch etwas kniffliger, zumal ich üblicherweise der Typ bin, der eigentlich bereits eingeschlafen ist, sobald sein Kopf das Kissen berührt (Gott sei dank, denn das war nicht immer so). Also haben wir ein kleines Einschlaf-Spiel gespielt, das bei uns immer ganz gut klappt: Wir wählen ein Thema – z.B. deutsche Städte die auf -burg enden – und suchen für jeden Buchstaben des Alphabets eine Stadt.

Nach der dritten Runde hat es auch geklappt, allerdings war die Nacht nicht sehr prächtig, durch das viele Wassertrinken (3,5 Liter) musste ich auch zweimal aufstehen um wasserzulassen. Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass mir beim Aufstehen ein wenig schwindelig wurde, dass die Kopfschmerzen wieder da waren und dass ich etwas Schwierigkeiten hatte, mich zu konzentrieren und auch wieder einzuschlafen.

Als nun der neue Morgen anbrach, spürte ich allerdings nichts mehr von alledem. Kein Hungergefühl, kein Schwindel beim Aufstehen, keine Kopfschmerzen. Ein angenehmer Start in den zweiten Fastentag also, und ich bin gespannt, wie’s weiter geht.

Übrigens: Ich wiege mich jeden Morgen und jeden Abend, einfach um zu beobachten, wie sich das Fasten auf mein Körpergewicht auswirkt. Ich werde eine Woche nach Ende unseres Fastens meine Beobachtung am Ende dieses Artikels zusammenfassen.

Saftfasten Tag 2

Unser zweiter Saftfastentag gestaltete sich etwas schwieriger als der Erste. Das Highlight war ein kurzer Spaziergang zum Stand von welchem wir wieder ein paar Fotos (in Handy-Qualität, daher leider nicht so prächtig) mit euch teilen möchten.

Julias persönlicher Erfahrungsbericht vom 2. Fastentag

Ich bin morgens mit leichten Kopfschmerzen aufgewacht und war dann beim meditieren ein bisschen neben der Spur. Dinge, die ich normalerweise mit Freude mache, fielen mir schwerer und ich fühlte mich erschöpft und so als könnte ich keinen klaren Gedanken fassen. Nicht mal für ein paar leichte Yogaübungen fühlte ich mich fit genug.

Voller Ironie hatte ich auch noch zwei unbeantwortete Anrufe aus Essen auf meinem Shiftphone.

Dieses Gefühl von Erschöpfung zog sich eigentlich bis zu dem Moment als wir gegen 17 Uhr einen Spaziergang zum Strand machten. Kurz zuvor gab es für mich eine warme Tasse Rote Bete Most, welche mir ein großes Stück Energie zurück gab. Nach dem Spaziergang war ich wieder fit und glücklich. Ich freute mich auf meine abendliche warme Tasse Gemüsekomposition und musste bei dieser feststellen, dass ich den geringen Salzgehalt schon mehr als am Tag zuvor herausschmeckte. Ein großer Vorteil für mich, da ich nach dem Fasten sehr gern meinen Salzkonsum etwas reduzieren möchte.

Raphaëls persönlicher Erfahrungsbericht vom 2. Fastentag

Der zweite Fastentag begann recht entspannt, bis etwa 11:00 hatte ich gar kein Hungergefühl. Mit dem Frühstück ging es dann auch erstmal wieder weg, während es sich zum Nachmittag hin allerdings immer weniger kontrollieren ließ.

So langsam macht sich auch eine körperliche Schwäche bemerkbar, jedes Treppe hinaufsteigen kostet Kraft und erhöht die Atemfrequenz, auch bin ich ab und zu von etwas Schwindel gefasst worden, nach dem Aufstehen zum Beispiel.

Ich musste viel an Essen denken, was nicht sehr förderlich ist, aber das liegt vielleicht auch am Foodbloggertum. Mag sein, dass es denjenigen leichter fallen wird, die sich nicht beruflich und hobbymäßig den ganzen Tag mit der Nahrungszubereitung und -aufnahme beschäftigen.

Auch heute wurde die Zeit wieder mit Ukulele-, Kartenspiel und einem Spaziergang durch den Ort runter zum Strand verbracht. Danach war ich allerdings sehr müde und musste erstmal eine weile nichts tun. Bald darauf sind wir auch schon zu Bett gegangen.

Der zweite Tag war unterm Strich also etwas anstrengender als der erste und das Hungergefühl manifestierte sich weiterhin in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen. Kopfschmerzen blieben glücklicherweise aus.

Was die Säfte anbelangt, so festigt sich die Erkenntnis, dass sich einige der Voelkel-Säfte besser kalt (z.B. „Möhrenmost“), andere besser warm genießen lassen (z.B. „Gemüsekomposition“).

Saftfasten Tag 3

Der dritte Tag hätte sich für uns beide nicht unterschiedlicher anfühlen können, weshalb wir auch hier direkt in unseren persönlichen Erfahrungsbericht einsteigen.

Julias persönlicher Erfahrungsbericht vom 3. Fastentag

Am dritten reinen Fastentag habe ich mich besser als an allen Tagen zuvor gefühlt, sogar besser als am Vorbereitungstag. Ich war fit, habe das Haus geputzt, gearbeitet und konnte mir sogar Bilder von Rezepten anschauen. An diesem Punkt könnte ich mir sogar vorstellen, noch länger zu fasten, da nun scheinbar das „Wohlfühl-Gefühl“ beim Fasten eingesetzt hat. Da ich das Fasten allerdings von vornherein nicht mit dem Ziel angegangen bin, Gewicht abzunehmen, kehre ich gern wieder zurück zum Essen, um nicht noch mehr abzunehmen. Ich bin gespannt, wie es mir in den nächsten Tagen gehen wird und welche Vorteile ich durch das Fasten verspüren werde.

Raphaëls persönlicher Erfahrungsbericht vom 3. Fastentag

Der dritte Fastentag war für mich der schwierigste. Ich hatte sehr viel Hunger, mir war häufig schwummerig oder schwarz vor Augen beim Aufstehen, und ich musste recht schwer atmen, nachdem ich Treppen stieg. Ich schätze, bei mir setzt das „Wohlgefühl“ etwas später ein, vielleicht heute, wobei wir nun ja das Fasten brechen. Ich glaube, die Aussicht, bald wieder essen zu können, hat es für mich schwieriger gemacht, nicht an Essen zu denken, was das ganze Aushalten erschwert hat. Nun freue ich mich auf das Essen. <3 Wobei wir es langsam angehen lassen müssen, was auch nochmal eine Herausforderung darstellt.

Fastenbrechen

Bio-Äpfel Fastenbrechen

Das Fastenbrechen begehen wir zunächst mit einer Tasse Fastentee von Lebensbaum. Danach gönnen wir uns einen Apfel. Dazu gibt es eine Hintergrundgeschichte, die erzählt werden sollte. Gestern habe ich (Julia) 4 Einheiten Äpfel in unserem Bioladen bestellt und meinte damit 4 Stück. Als wir im Bioladen ankamen, waren die Äpfel bereits in einem Karton verpackt. Unser restlicher Einkauf wurde darauf gelegt und von Raphaël ins Auto getragen. Erst auf dem Heimweg bemerkte ich, dass wir 4kg Äpfel bezahlt haben. Ich dachte, es sei ein Fehler unterlaufen und Raphaël sagte, vielleicht ja auch nicht, worauf ich erwiderte, dass er doch bemerkt hätte wenn er vier kg Äpfel herausgetragen hätte. Hat er nicht! 😉 Wir haben nun tatsächlich 4kg Äpfel zuhause, was für uns wirklich ziemlich viel ist. Der Vorteil: Ich habe schon ein bisschen überlegt und ihr könnt euch auf Rezepte wie selbstgemachtes Apfelmus, Apfelkompott, Apple Crumble und einen Apfelkuchen freuen. Auch gut, oder?

Äpfel

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Voelkel und dem Fastenkasten.

2 comments on “Saftfasten – Ein ErfahrungsberichtAdd yours →

  1. Hallo!
    Toll, wie Ihr durchgehalten habt und danke, dass Ihr Eure unterschiedlichen Erfahrungen teilt!
    Was mir nicht klar ist, wieviel Liter Saft am Tag darf/soll man trinken?

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