Ökostrom

Ökostrom: Warum du jetzt wechseln solltest!

Ökostrom

Was ist Ökostrom? – Eine Definition

Da Ökostrom im Deutschen kein geschützter Begriff ist, wird er relativ lax verwendet. Für uns definieren wir Ökostrom als Strom, der zu 100% aus nachhaltigen Energiequellen stammt und von einem Unternehmen, das sich für nachhaltige Projekte einsetzt.

Nachhaltige Lebensweise – Ökostrom gehört dazu

Wir betreiben einen vegan/vegetarischen Blog mit der Empfehlung, nur Zutaten aus ökologischem Anbau zu verwenden. Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige Ernährung und Lebensweise nicht nur besser, sondern notwendig ist, um ein gutes Leben führen zu können und dies auch nachfolgenden Generationen zu ermöglichen.

Der Spruch – Dein Einkaufs-Bon ist dein Wahlschein – hat seine Berechtigung, denn der größte, direkteste wirtschaftspolitische Einfluss, den ein Bürger hat, ist heutzutage nunmal die tägliche Markenwahl im Supermarkt.
Dazu gehört natürlich, sich zu informieren: Welche Hersteller unterstützen die Waffenindustrie, welche lassen Lebensmittel patentieren, welche beuten Länder und Menschen aus, welche benutzen gesundheitsschädliche Pestizide wie Glyphosat, welche betreiben Massentierhaltung etc., die Palette ist lang.

Der Ökologische Gedanke beschränkt sich bei uns natürlich nicht nur aufs Essen.
Auch mit der Wahl des Stromanbieters oder des Bankunternehmens haben wir die Möglichkeit, in die richtige Richtung zu weisen. Leider ist das viel zu wenig Leuten wirklich bewusst, dabei gibt es eigentlich keinen Grund, einen unnachhaltigen Stromanbieter vorzuziehen, da sich mittlerweile selbst die Preise angeglichen haben. Deshalb ist es uns wichtig, dass auch du wechselst! 😉

Ökostrom: Den richtigen Anbieter finden

Wenn man sich nun im Internet kundig machen will und Ökostrom googlet oder einen x-beliebigen Ökostrom-Onlinevergleich zurate zieht, wird man mittlerweile bereits überschüttet von Angeboten zu Ökostrom, darunter von Riesenkonzernen wie E.ON und Vattenfall, die nach wie vor in Kohle- und Atomkraftwerke investieren, und weiß Gott andere Dinge im Programm stehen haben als Nachhaltigkeit.

Selbst in den Ausstellungslisten vermeindlicher Gütesiegel für Ökostrom, darunter das renommierte „OK-Power“-Siegel, tauchen Vattenfall und Co auf.
Das ist enttäuschend und verunsichernd.

Deshalb ist geraten, sich bei der Wahl nicht nur das Angebot und die Herkunft des Stroms anzuschauen, sondern den Anbieter insgesamt. Mit Strom aus mindestens 50% erneuerbarer Energien werben ist so eine Sache, wenn der Rest  Atomenergie ist und das Unternehmen gerade das nächste Braunkohlekraftwerk finanziert. Da ist dieses Versprechen plötzlich nicht mehr viel wert. Ökostrom von solchen Anbietern zu beziehen ergibt wenig Sinn.

Daher empfehlen wir, darauf zu achten, dass nicht nur 100%iger Ökostrom garantiert wird, sondern darüber hinaus die Förderung nachhaltiger Projekte. Wer sich offen dazu bekennt, keine unnachhaltigen und ausbeuterischen Projekte zu unterstützen, Transparenz gewährleistet und in nachhaltige Projekte investiert, verdient unser Vertrauen.

Das Magazin Klimaretter empfiehlt, und dem schließen wir uns an, unter diesen Gesichtspunkten folgende Stromanbieter:

Greenpeace Energy* – Erfahre mehr
Polarstern* – Erfahre mehr
Naturstrom*
Lichtblick
Elektrizitätswerke Schönau

Bei Greenpeace Energy erhaltet ihr sogar veganen Strom, Greenpeace garantiert nämlich nicht mit Nebenprodukten aus der Tierhaltung zu arbeiten. Das macht den Ökostromanbieter zu unserem klarem Favoriten – wir empfehlen euch zu Greenpeace Energy zu wechseln.

Wechseln zu Polarstern bringt euch einen 20€ Wechselbonus ein.


Herkömmlicher Strom

Es ist kein Geheimnis, dass Braunkohle und Steinkohle bei der Verbrennung große Mengen an CO2 und Schwefeloxid in die Atmosphäre abgeben, was den Treibhauseffekt begünstigt und damit zum Klimawandel beiträgt.

Auch Erdöl und Erdgas emittieren bei Verbrennung CO2 in die Atmosphäre, wenn auch nicht so viel. Hinzu kommt, dass es ohnehin nur ein Spiel auf Zeit ist, da die fossilen Brennstoffe nicht erneuerbar sind und bereits knapp werden. Und dass der Kohleabbau und das Bohren nach Öl und Gas der Natur und dem Menschen schadet, indem es Grundwasser verunreinigt und Lebensräume zerstört gilt ebenso zu bedenken wie die regelmäßigen Katastrophen, die verunglückte Öltanker auf dem Meer oder eingestürzte Kohleminen etc. nach sich ziehen.

Man muss kein Professor sein um zu verstehen, dass fossile Brennstoffe keine Lösung darstellen, wenn man nicht das Ziel verfolgt, das Leben auf der Erde mittelfristig den Bach hinunter zu führen.

Auch die Atomkraft ist nicht nachhaltig. Sie ist zwar insofern sympathischer, als dass bei Kernspaltung und Kernfusion keine Treibhausgase entstehen, die die globale Erwärmung anfeuern, und sie gründet auch nicht auf dem Verbrauch von Ressourcen, die in absehbarer Zeit zu erschöpfen drohen, dennoch kann man ihr keine Nachhaltigkeit nachsagen, da bei den Prozessen stetig radioaktiver Abfall entsteht, zu deren Entsorgung Politik und Wirtschaft bislang nichts besseres eingefallen ist, als sie dort zu vergraben, wo es den wenigsten auffällt.
Nachhaltig ist sie eventuell noch in ihrer Zerstörung von Lebensräumen, wenn nämlich mal so ein Reaktor in die Luft geht, wie 1986 in Tschernobyl, und eine komplett unbewohnbare, radioaktiv verseuchte Natur hinterlässt.


Ökostrom: So wird er erzeugt

Also wenden wir uns den regenerativen Energien, dem Ökostrom zu. Dieser speist aus verschiedenen Quellen, von denen jede erneuerbar ist.
Da wären:

Solarenergie
Windenergie
Wasserkraft
Bioenergie
Geothermie

Jede dieser Varianten nutzt natürliche Vorgänge und verbraucht dabei keine Ressource, die sich nicht regenerieren würde.

Bei Windkraftanlagen beispielsweise werden gigantische Rotoren von herrschendem Wind in Bewegung versetzt, welche dann mit einem Generator in elektrischen Strom umgewandelt wird.

Mithilfe der Photovoltaik wird die Lichtenergie der Sonne mit Solarzellen aufgefangen und mithilfe des photoelektrischen Effekts in elektrischen Strom umgewandelt.

Bei Wasserkraftwerken erfolgt die Umwandlung der Wasserströmung (kinetische Energie) an Staudämmen in tatsächlichen Strom ebenfalls durch das ankurbeln von Rädern. Alternativ gibt es Gezeiten- und Wellenkraftwerke, die die natürliche Bewegung der Ozeane (Gezeiten, Wellen) nutzen.

Bei Bioenergie wird sich beispielsweise die Fähigkeit von Pflanzen und Bakterien zunutze gemacht, Sonnenenergie in chemische Energie umzuwandeln und zu speichern.

Die Geothermie, zu guter Letzt, nutzt die Wärme des Erdkerns, die an die Oberfläche steigt und wandelt sie in elektrischen Strom um.

Sicherlich haben auch diese Alternativen Energiequellen ihre Kehrseiten, wie den verursachten Lärm der Windkraftanlagen, der sich negativ auf Mensch und Tier auswirkt, die begrenzte Speicherfähigkeit, die begrenzte Anbaufläche für Biomasse, den Eingriff in die Lebensräume von Wasserlebewesen durch Wasserkraftwerke.

Doch sind all diese Nachteile mit dem richtigen Knowhow in Grenzen zu halten. Und ihretwegen auf fossile Brennstoffe zu bauen ist in etwa so schlüssig wie Donald Trump zu wählen, weil einem Bernie Sanders Haarschnitt nicht gefällt.

Wer Verantwortung übernehmen und nicht weiter tatenlos zusehen möchte, der sollte sich darüber Gedanken machen, wie er seinen Alltag nachhaltiger gestalten kann. Der richtige Stromanbieter kann der erste Schritt sein.

Womit du außerdem ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen kannst ist mit der Wahl des richtigen, nachhaltigen Bankunternehmens.

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2 comments on “Ökostrom: Warum du jetzt wechseln solltest!Add yours →

  1. Hallo, ihr beiden!

    Ich kann euch mit eurer Empfehlung nur recht geben: Auf Ökostrom umzustellen, ist so ziemlich das Sinnvollste und Einfachste, das man sofort tun kann, um den eigenen ökologischen Fußabdruck erheblich zu verringern.
    Wir sind nach unserem Umzug auch zu Greenpeace Energy gewechselt – das war eine Sache von nicht einmal 10 Minuten, ging wunderbar unkompliziert und praktisch gesehen merken wir im Alltag mal so gar nichts davon. Der Strom läuft prima wie bisher. 😉
    Konsequenz ist hier allerdings ein wichtiges Stichwort – viele der großen Firmen versuchen auch hier, auf den Nachhaltigkeits-Zug aufzuspringen und werben mit vermeintlich ökologischen Quellen in der Herstellung. Das bringt nur leider herzlich wenig, wenn das nicht bis zum Ende durchgehalten wird.
    Wie gesagt: Mit Greenpeace sind wir auch voll und ganz zufrieden. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. Ja, das ist gut, dass du das erwähnst. Ich glaube, viele denken auch, sie haben keine Lust auf den Stress der mit dem Wechsel einhergeht, dabei ist es weit weniger kompliziert als man denkt.
      Vielen Dank für deinen Kommentar!
      Lieben Gruß,
      Jule und Raphael

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