Susan Rößner - monomeer

monomeer – ein Onlineshop ohne Plastik.

Susan Rößner - monomeer
Quelle: monomeer

Monomeer ist ein Onlineshop, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, umweltbelastendes Plastik zu vermeiden und durch nachhaltigere Alternativen zu ersetzen. Bereits im Dezember 2017 haben wir monomeer im Rahmen unseres Adventskalenders ausführlicher vorgestellt. Nun haben wir ein Interview mit Susan Rößner geführt, um von der Gründerin noch ein wenig meer über diesen besonderen Onlineshop zu erfahren.

Liebe Susan, stell dich gern erstmal vor!

Mein Name ist Susan Rößner, und ich bin die Gründerin von monomeer – Alles ohne Plastik. monomeer und ich leben am Bodensee in Konstanz.

Wie bist du auf die Idee gekommen monomeer zu gründen?

Nachdem ich den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote gesehen hatte – das war 2013 – habe ich mich dazu entschieden, plastikfrei zu leben, habe aber dann schnell festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, Produktalternativen ohne Plastik aufzutreiben.

Und wenn ich mal etwas in einem Onlineshop gefunden hatte, kam es in einem riesigen Karton gefüllt mit Bubblewrap.

Da kam mir relativ schnell der Gedanke, dass es anderen vielleicht genau so geht und dass es gut wäre, einen Laden zu haben, in dem man die Ausrüstung für ein plastikfreies oder -armes Leben bekommt.

Susan Rößner - monomeer
Susan Rößner – Gründerin von monomeer, Quelle: monomeer

Was macht monomeer so besonders?

Ich denke, dass man bei monomeer besser als anderswo über die angebotenen Produkte informiert wird. Wo werden sie hergestellt, wie sind sie verpackt, und in welcher Verpackung kommen sie bei monomeer an? Vor einiger Zeit haben wir noch eine zusätzliche Kategorie eingeführt, die darüber Auskunft gibt, ob ein Produkt vegan ist oder nicht.

monomeer

Wieviele Menschen arbeiten bei monomeer?

Wir sind zu dritt – meine beiden Mitarbeiterinnen Vera und Mateja und ich. Derzeit arbeitet zudem noch die allererste monomeer-Praktikantin hier.

Auf welches Produkt in deinem Shop bist du besonders stolz?

Bei vielen Produkten ist es ja sicherlich gar nicht so einfach, diese ohne Plastik zu bekommen. Besonders stolz bin ich auf die Nachfüllpacks der Vömel Zahnseide, die es bei monomeer und inzwischen auch in vielen anderen Läden in der Papiertüte gibt. Ursprünglich hat Vömel die Nachfüllröllchen nämlich in kleine Kunststofftüten verpackt. Da es aber keinen Sinn ergibt, die Zahnseide zwar im Glasflakon, die Nachfüllpacks aber in Plastiktütchen anzubieten, habe ich bei Vömel nachgefragt, ob das nicht auch anders geht. Und siehe da: Die Firma war total offen für Papiertüten. Ob sie komplett auf Plastiktüten verzichtet, kann ich zwar nicht sagen, aber für unverpackt-Läden verwendet Vömel die Papiertüte inzwischen standardmäßig.

Susan Rößner - monomeer
Quelle: monomeer

Was fehlt noch im monomeer-Shop, was du gern anbieten würdest, aber noch nicht in plastikfrei finden konntest?

Wimperntusche! Zwar gibt es, so weit ich weiß, hier und da Produkte, die pastenartig sind und als Wimpernfarbe verwendet werden können – aber so eine richtige mit Bürstchen wäre schön.

Wie verschickt ihr eure Produkte?

Die Produkte verschicken wir natürlich plastikfrei: Im Pappkarton, mit Füllmaterial aus Papier oder auch mal aus wiederverwendeten Mais-Chips, und mit Papierklebeband drumherum. Und die Kundinnen und Kunden, die sich statt für neues für benutztes Versandmaterial entscheiden, bekommen sogar 50 Cent Nachlass auf die Versandkosten.

Dein ganz persönlicher Nachhaltigkeitstipp:

Da es beim Klimawandel jetzt echt um die Wurst geht: Bitte nicht mehr fliegen, wenigstens nicht mehr innerhalb Deutschlands.

Vielen Dank für das schöne Interview, liebe Susan!

Der Nachhaltigkeitstipp erfreut uns besonders, da er auch unserem Empfinden nach sehr wichtig ist und gleichzeitig sehr vernachlässigt wird.

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