Bank mit Weitblick: Die DKB.

DKB-Kreditkarte: So viel Nachhaltigkeit hätten wir nicht erwartet

DKB-Kreditkarte
Bank mit Weitblick: Die DKB.

Die DKB-Kreditkarte ist nachhaltiger als gedacht. Das haben wir mit Erstaunen festgestellt. Kürzlich haben wir einen Artikel über nachhaltige Banken veröffentlicht, wobei sich 4 Banken als nachhaltig genug erwiesen haben, um auf unserem Blog vorgestellt zu werden. Wie viele von euch wissen, wohnen wir momentan vorwiegend in Spanien – vor unserem Start hier brauchten wir also eine Alternative zu unserer bisherigen Bank in Deutschland. Leider sind die Konditionen der GLS Bank nicht auf einen längerfristigen Aufenthalt im Ausland ausgelegt – jede Kreditkartenabhebung würde uns hier eine Stange Geld kosten. Also haben wir uns für die DKB-Kreditkarte (VISA-Card) entschieden, denn deren Vorteile liegen auf der Hand.

Vorteile der DKB-Kreditkarte auf einen Blick

  • Kostenlose VISA-Card in Verbindung mit einem DKB-Cash Konto
  • Kostenfrei an über 1.000.000 Geldautomaten abheben – WELTWEIT
  • 0,6% Guthabenzinsen (Immerhin! 😉 )

Die DKB-Kreditkarte ist also der perfekte Reisebegleiter. Erstmal.

Wer schon jetzt überzeugt ist, kann hier bei der DKB ein Konto eröffnen und erhält damit auch die kostenlose DKB-Kreditkarte. Wir empfehlen euch allerdings erstmal weiterzulesen. 🙂

Doch ist die DKB-Kreditkarte auch nachhaltig?

In letzter Zeit haben wir unsere Entscheidung für die DKB häufig hinterfragt und überlegt zur spanischen Triodos Bank zu wechseln – bis wir angenehm überrascht wurden. Spontan haben wir „DKB Kreditkarte nachhaltig“ gegooglet und schnell festgestellt, dass die DKB Kreditkarte nachhaltiger als gedacht zu sein scheint. Mit ein paar Google-Suchergebnissen und der Tatsache, dass die DKB bei oekom Research ganz vorne mit dabei ist, was Green Bonds angeht, wollten wir uns nicht abspeisen lassen. Die Ergebnisse waren uns zu unübersichtlich. Wer kennt sich schon mit Bonds aus. 😉

Also haben wir nachgefragt und zwar in der Presseabteilung der DKB selbst. „Wie nachhaltig ist die DKB-Kreditkarte?“ Das wollten wir wissen. Nicht mehr und nicht weniger. Dana Wachholz und Markus Wittke aus der Presseabteilung der DKB standen uns in einem kurzen Interview Rede und Antwort. Unsere Fragen und ihre Antworten könnt ihr nun hier lesen.

Interview mit der DKB – wie nachhaltig ist die DKB und damit auch die DKB-Kreditkarte?

In welcher Form und seit wann arbeitet die DKB nachhaltig und wie gestaltet sich dies?

Wir sind überzeugt, dass die Verbindung ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele zu einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes führt. In unserer Nachhaltigkeitspolitik verpflichten wir uns, unsere Nachhaltigkeitsleistungen kontinuierlich zu verbessern. Das bedeutet die Ausrichtung auf nachhaltige Bankprodukte, eine bestmögliche Berücksichtigung und Unterstützung der sozialen Bedürfnisse der Mitarbeiter, die Übernahme sozialer Verantwortung durch Beteiligung an sozialen, nutzenstiftenden Projekten, das Minimieren der umweltbeeinträchtigenden Auswirkungen der Geschäftstätigkeit und die Dialogpflege mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen.
Die DKB ist eines der großen Kreditinstitute Deutschlands. Als solches geben wir mehr als 80 Prozent unserer Bilanzsumme über Kredite an mittelständische Unternehmen, Kommunen und Privatkunden in Deutschland weiter. Mit unseren Finanzdienstleistungen möchten wir, wo immer möglich, einen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen – wie Klimawandel, demografischer Wandel und Ressourcenverknappung – leisten und vergeben zum Beispiel Kredite für den Bau von alters- und familiengerechten Wohnräumen, energieeffizienten Immobilien, ambulanten und stationären Gesundheitseinrichtungen oder Bauprojekten in Schulen und Kindertagesstätten. Schon seit über 20 Jahren vergibt die DKB auch bereits Kredite für Vorhaben im Bereich Erneuerbare Energien: Über 4.650 Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen wurden seither realisiert. Die installierte elektrische Leistung beträgt 7,1 Gigawatt. Das entspricht dem Bedarf von 4,3 Mio. Zwei-Personen-Haushalten und könnte gemessen an der installierten Leistung 5 Atomkraftwerke ersetzen. Mit einem aktuellen Finanzierungsvolumen von 9 Mrd. Euro ist die DKB einer der größten Finanzierer der Energiewende in Deutschland; darauf sind wir stolz.

Die Kommunikation ist klar und transparent, ohne Sternchentexte.

Für unsere Privatkunden setzen wir auf digitale, umweltfreundliche Prozesse: Als Direktbank bieten wir selbsterklärende Produkte und ein intuitives Banking (24/7 verfügbar) zu fairen Konditionen. Lockangebote für Neukunden gibt es nicht. Die Kommunikation ist klar und transparent, ohne Sternchentexte. 
Wir betreiben kein Investment-Banking und kein Asset-Management. Das Eingehen von Geschäften zur kurzfristigen Gewinnerzielung ist bei der DKB untersagt. Die DKB-Fonds folgen den Prinzipien für verantwortliches Investieren (UN PRI). Wesentliche Säulen der Refinanzierung sind bei der DKB die Kundeneinlagen, die Emission von Pfandbriefen, Anleihen (z. B. der DKB Green Bond) und das Fördergeschäft.
Qualifikation und Engagement unserer Mitarbeiter sind die Basis für unseren Unternehmenserfolg; daher verfolgen wir auch hier eine langfristig ausgerichtete Strategie. Es ist uns wichtig, individuelle Potenziale zu erkennen und sowohl die fachliche als auch die persönliche Entwicklung zu fördern, attraktive und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu schaffen, Erfolg zu honorieren und die Work-Life-Balance zu unterstützen.

Unser Erfolg gibt unserer Strategie recht – und das soll auch so bleiben.

Zur Bündelung unserer Aktivitäten für das Gemeinwohl haben wir 2004 die DKB STIFTUNG gegründet. Unser Umweltmanagement ist nach EMAS (Eco Management and Audit Scheme) zertifiziert und konzentriert sich darauf, Emissionen zu vermeiden und den Ressourcenverbrauch zu verringern. Die DKB ist derzeit auch alleiniger „Industry Leader“ beim Nachhaltigkeitsrating von oekom research und wurde von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur mit einem „B-“ bewertet, der höchsten Note aller deutschen Geschäfts-, Landes- und Regionalbanken. Unser Erfolg gibt unserer Strategie recht – und das soll auch so bleiben.

Investiert die DKB in die Rüstungsindustrie?

Nein.

Kann ich als DKB-Kunde darauf vertrauen, dass mein Geld nicht für Lebensmittelspekulationen eingesetzt wird?

Zu 100 Prozent, denn wir betreiben kein Investment-Banking und kein Asset-Management. Die DKB-Fonds unterliegen den United Nations Prinzipien für verantwortliches Investieren (UN PRI). Investments in Agrarrohstoffe (Derivate auf Einzelagrarrohstoffe, Agrarrohstoffe-ETFs, Agrarrohstoffe-Zertifikate, Rohstoffe-ETFs und Rohstoffe-Zertifkate, in denen sich Agrarrohstoffe befinden) werden – neben vielen anderen – ausgeschlossen. Insbesondere im DKB-Ökofonds und im DKB-Zukunftsfonds befinden sich nachhaltige Aktien.

Welcher ist ihrer persönlichen Meinung nach der umweltunfreundlichste Sektor, der durch die DKB mitfinanziert wird?

Obgleich es wie ein Widerspruch in sich selbst wirkt, birgt der Bereich der Erneuerbaren Energien gleichzeitig auch viele Herausforderungen für Natur und Umwelt. Bereits seit 1996 finanziert die DKB zahlreiche Erneuerbare-Energie-Vorhaben im Bereich Wind, Sonne und Biogas. Natürlich gab und gibt es auch bei diesen – relativ neuen Technologien – Herausforderungen, denen wir uns stellen. Mit eigenem Kompetenzzentrum im Bereich Umwelttechnik haben wir uns auf die Finanzierung von innovativen Projekten im Bereich Erneuerbare Energien spezialisiert. Wir achten darauf, dass die Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien so umweltfreundlich und ressourcenschonend wie nur möglich gestaltet werden. So tragen alle von der DKB finanzierten Solarmodule zum Beispiel ein PV-Cycle-Label (ein Verband der die Wiederverwertung der Module sicherstellt) bzw. haben eine Rücknahmeerklärung des Herstellers. 
Auch die für Wind- und Solaranlagen genutzten Flächen unterliegen strengen gesetzlichen Richtlinien und Vorgaben. So werden zumeist „wertlose oder versiegelte Flächen“, wie z. B. Deponieflächen, Gewerbe- und Industriegebiete, Grünflächen entlang Autobahnen oder Konversionsflächen (ehemalige Truppenübungsplätze oder Tagebaugebiete) genutzt. Zudem achten wir auf die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften (z. B. Natur- und Denkmalschutz, Bundesimmissionsschutzgesetz, Umweltprüfung als Teil des Bebauungsplans, Gewässerschutz, Rückbauverpflichtungen, Ausschluss von Ramsar Standorten oder UNESCO Kulturerbelisten, Abschaltzeiten zum Schutz von Fledermäusen usw.).

Wir sind der Auffassung, dass nur durch Erneuerbare Energie und neue Technologien der Klimawandel zu stoppen ist.

Gibt es ein Konzept, im Rahmen dessen die Bank weiterhin nachhaltig ausgebaut werden soll?

Gemäß unserer Nachhaltigkeitspolitik und unserem Unternehmenskonzept werden wir auch in Zukunft nachhaltige Projekte in Deutschland finanzieren, unsere Verantwortung als Arbeitgeber wahrnehmen, im Alltag die Umwelt im Blick haben und Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.

Wir bedanken uns herzlich bei Dana Wachholz und Markus Wittke für dieses aufschlussreiche Interview!

Für uns steht fest: die Entscheidung für die DKB-Kreditkarte war besser als gedacht. Voraussetzung für die kostenlose DKB-Kreditkarte ist ein ebenfalls kostenfreies Konto bei der DKB, dies gibt es als normales Girokonto oder als Gemeinschaftskonto.

Unser Fazit:

Angepasst am 06.02.2017

Die DKB-Kreditkarte ist ein guter Reisebegleiter, der das Thema Nachhaltigkeit ernst nimmt und positiven Einfluss auf die Energiewende nimmt. Es bleibt allerdings festzuhalten, dass die DKB Bank eine Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank ist, welche wiederholt wegen Finanzierungen unnachhaltiger Projekte in der Kritik stand, aktuell das Projekt der Dakota Access Pipeline. Nicht zuletzt deswegen legen wir für den alltäglichen Gebrauch ein Konto bei einer reinen Ökobank nah, während sich die DKB Kreditkarte als Ergänzung – beispielsweise für Auslandsaufenthalte – anbietet.

Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

12 comments on “DKB-Kreditkarte: So viel Nachhaltigkeit hätten wir nicht erwartetAdd yours →

  1. Vielen Dank für diese erhellenden Zeilen. Ich habe de DKB Kreditkarte schon lange, habe jedoch eher an deren Nachhaltigkeit gezweifelt. (Ist schließlich auch nur eine Bank ????). Wie schön, es jetzt besser zu wissen.

  2. Da die DKB eine Tochter der Bayerischen Landesbank ist, die nicht nur Atomkraftbetreiber zu Ihren Bestandskunden zählt sondern auch die Rüstungsindustrie finanziert, finde ich diesen Bericht hier ehrlich gesagt ein bisschen zu naiv.
    Ein Tochterunternehmen wirtschaftet im Interesse der Muttergesellschaft. Das heißt, im Endeffekt haben die Financiers von Rüstung und Atomkraft diese Kreditkarte herausgebracht.
    Ich will hier nicht diese Kreditkarte verteufeln, sondern nur darauf aufmerksam machen, dass das Durchführen von Nachhaltigkeitsprojekten seitens des DKB zwar ehrenhaft und erstrebenswert ist, dass allerdings die eine ethisch-ökologisch arbeitende Bank die bessere Wahl ist, wenn es euch wirklich darum geht, etwas Sinnvolles mit eurem Geld zu unterstützen.

  3. Hallo,
    natürlich könnte ich jetzt hier schreiben, dass z.B. eine MasterCard der GLS Gemeinschaftsbank eine bessere weil sinnstiftendere Wahl wäre.
    Allerdings sind mit dieser Kreditkarte natürlich auch höhere Gebühren verbunden.
    Außerdem sind selbst diese Alternativbanken über ihren Anschluss an die DZ Bank (also an die „Muttergesellschaft“) indirekt an einer Bank beteiligt, die mit Rüstung, Atomkraft, Gentechnik, etc. zu tun hat. Der Vorteil bestände eventuell in diesem Fall darin, dass die DZ Bank nicht die „Muttergesellschaft“ der Alternativbanken ist, sondern diese relativ unabhängig von der DZ Bank sind.
    Ich denke also, es gibt für einen höheren Preis eine bessere Wahl, obwohl man auch hier die Augen offenhalten sollte.
    Viele Grüße,
    Karl

    1. Den letzten Kommentar kann ich nur untertützen. Bitte den Artikel auf den Hinweis erweitern. Das ist gerade gut für Leser, die sich nicht die Kommentare durchlesen. Den den Punkt hatte ich schon ganz ausgeblendet. Ich hatte ein wenig vergessen, Unternehmen oft mit anderen Banken verknüpft sind und dies nicht zwangsläufig schnell erkennbar ist. Ansonsten Danke für die Analyse.

  4. Danke an Mark, Hannes und Karl Mann,
    wir haben den Beitrag nun entsprechend ergänzt.
    Wir freuen uns über konstruktive Kritik und Anregungen, da uns das zeigt, dass sich unsere Leser mit dem Thema auseinandersetzen und auch wir dadurch Wissenszuwachs bekommen.
    Liebe Grüße,
    Raphael von Der Veg ist das Ziel

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